Industriekultur-Ansichten:
Ein Beitrag zum kollektiven Gedächtnis

 

GluehbirneIdee
 
Am Ende einer Ära, in der die neuen Medien und Kommunikationstechnologien die Welt verändern und die alten Industrien, vor allem in Europa, ihre Bedeutung verlieren, möchten wir zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema der Industriekultur einladen, wohl wissend, dass nicht alles Kultur war, was die Epoche der Industrialisierung vor allem im 19. und frühen 20. Jahrhundert hervorgebracht hat. Mobilität, Fabrikarbeit, neue Architekturen, Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, Technisierung des Alltags, Urbanisierung, Beschleunigung, soziale Verwerfungen, verseuchte Landschaften und verrußte Städte, die Materialschlachten der Kriege, das Zerstörungspotential der Technik, die Veränderung des Verkehrs, Strukturkrisen, Altlasten, Industriedenkmäler, Umnutzungen, industriekulturelle Projekte, künstlerische Auseinandersetzungen mit den Industriearealen sind nur einige der Stichworte, die wir mit dem Begriff Industriekultur assoziieren. Und wir verstehen darunter natürlich auch die materiellen „Wegmarken“ dieser Zeit: Fabriken, Siedlungen, Eisenbahnbrücken und Bahnhöfe, Wassertürme, Stahlskelettkonstruktionen, die ersten Wolkenkratzer und Maschinen.

Nicht vergessen darf man die Menschen, deren Leben von industrieller Arbeit geprägt war. Mehr noch: Wir sind überzeugt, dass unsere gesamte Kultur und Lebensweise wesentlich von der Industrialisierung und Technisierung geprägt wird. Die gilt es darzustellen. Und wir sind interessiert an den Projekten, die sich künstlerisch mit diesem Thema auseinandersetzen.

Neben der Industriearbeit gab es immer auch die traditionelle handwerkliche Arbeit. Auch sie kann Berücksichtigung finden, zumal die Prozesse der Industriealisierung und Technisierung zeitlich sehr disparat verliefen und immer noch verlaufen.

Folgende Zugangsweisen bieten sich an:

  • Dokumentationen von Industriedenkmälern

  • biographische Annäherungen

  • Vorstellung von Kunstprojekten.

Denkbar sind Texte und Bilder sowie alle anderen Formen visueller oder auch akustischer Darstellung. Die Texte können einen sachlich-beschreibenden Ton anschlagen, aber auch den persönlichen Stil des Tagebuches oder auch essayistische oder literarische Schreibweisen bevorzugen. Auch praktische Hinweise, beispielsweise zu den Öffnungszeiten oder Besichtungsmöglichkeiten von Industriedenkmälern sollten nicht fehlen.

Vorrangiges Ziel ist es, weltweit Orte und Projekte der Industriekultur in dokumentarischer wie künstlerischer Perspektive vorzustellen. Es handelt sich um ein work in progress, das im Laufe der Zeit zu einem Kaleidoskop der Industriekultur wird und einen Beitrag zum kollektiven Gedächtnis leistet.



Redaktionelle HinweiseKlammer

Der Rahmen der Auseinandersetzung mit dem Thema Industriekultur ist weit gesteckt: Literatur, Kunst, wissenschaftliche Dokumentationen oder auch einzelne Veranstaltungen an einem Ort der Industriekultur können berücksichtigt werden.


Wir stelllen Technik und Webspace zur Verfügung, um passende Inhalte in das Webprojekt  zu integrieren. Den Einsteller/inne/n entstehen dadurch keinerlei Kosten oder weitere Verpflichtungen. Für engagierte Projekte bieten wir administrierte Bereiche, die auch selbst bearbeitet werden können. Andernfalls wird dies von uns, ebenfalls kostenlos, übernommen.

Für Webseitenbetreiber/innen besteht auch die Möglichkeit, Backlinks zu setzen. Veranstalter, Museen und Galerien können ihre Termine eintragen. Im Bereich Literatur können eigene Texte veröffentlicht und/oder beworben werden. Dies gilt auch für den wissenschaftlichen Bereich, der sich mit dem Thema Industriekultur beschäftigt. Für Künstler/innen besteht die Möglichkeit, eigene Projekte zu dokumentieren oder Orte und Personen zu finden, mit denen sich diese realisieren lassen. Das gleiche gilt für Fotograf/inn/en mit dem Schwerpunkt "Industriefotografie".

Bei Interesse würden wir uns freuen, von Ihnen zu hören. Bitte lassen Sie uns für diesen Fall eine E-mail Adresse, Telefonnummer oder Hausanschrift zukommen.

Armin Schmitt und Christoph M Frisch



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