Südafrika, Kimberly

Diamantminen in Südafrika

von Armin Schmitt, 2010


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Was verbindet man landläufig mit Südafrika? Apartheid, Früchte in der Winterzeit, das Kap der Guten Hoffnung, die Lichtgestalt Nelson Mandela, die Fußballweltmeisterschaft, Safaris und wilde Tiere und eine ganz besondere Form des Bergbaus, die Diamantenminen. Die größten werden betrieben von dem international führenden Diamantenkonzern De Beers, der 2008 die inzwischen schon 104 Jahre alte Voorspoed-Mine in der südafrikanischen Provinz Free State wieder in Betrieb genommen hat. Jahrelang hatte man die Suche nach Diamanten eingestellt, weil durch das extrem harte Gestein alle Förderversuche scheiterten. Inzwischen gibt es infolge verbesserter Technologien die Hoffnung, die hier lagernden Diamanten von großer Schönheit, darunter auch farbige Steine, zu bergen. Bis 2024 hofft man, 800 000 Karat im Tagebau zu gewinnen.

Diamantenvorkommen sind weltweit rar geworden, denn es gibt auf der ganzen Welt nur einige Tausend Kimberlit-Schlote, Lagerstätten für Diamanten, die aus vulkanischen Gestein bestehen. Selbst wenn man diese Lagerstätten findet, so beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Abbau der Lagerstätte betriebswirtschaftlich lohnt, nur 1 Prozent. Die Erforschung und Erschließung weiterer Lagerstätten ist bedeutsam, auch auf dem Meeresgrund sucht man nach ausgeschwemmten Diamanten. Die Nachfrage nach den funkelnden Steinen als wertvolles Geschenk und Geldanlage hält auch in Krisenzeiten an.


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                            The Big Hole  bei der Stadt Kimberley in Südafrika ist das Tagebaurestloch der ehemaligen
                            Kimberley Mine. Dort wurde von 1871 bis 1914 nach Diamanten gegraben. In dieser Zeit
                            förderte man 2722 kg. Diamanten, was 14,5 Millionen Karat entspricht.

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EBB und Titelgrafik: Christoph M Frisch 2010

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